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Cannabis-Wissen

Was du über Cannabis wissen solltest.

Vier Kapitel. Zwei Minuten. Danach weißt du mehr als 90 % der Leute.

Kapitel 1

Der Sativa-Indica-Check

Warum das Etikett oft lügt.

Sativa

Schmal & hoch

Indica

Buschig & kompakt

Jeder kennt die Faustregel: Sativa macht wach, Indica macht müde. Klingt logisch — stimmt aber so nicht.

Sativa und Indica beschreiben die Wuchsform der Pflanze: schmal und hoch vs. buschig und kompakt. Über die Wirkung sagen sie fast nichts aus.

Was wirklich zählt, ist der Chemotyp — also das Zusammenspiel von Cannabinoiden und Terpenen. Eine „Sativa“ kann dich genauso beruhigen wie eine „Indica“ dich aufwecken kann.

Kurz & Knapp

Sativa/Indica beschreibt die Wuchsform, nicht die Wirkung. Der Chemotyp (Cannabinoide + Terpene) entscheidet, wie eine Sorte wirkt.

Kapitel 2

Die THC-Lüge

Warum 30 % kein Qualitätsmerkmal sind.

Wein

14%

Alkohol ≠ Qualität. Terroir, Rebsorte und Jahrgang machen den Unterschied.

Cannabis

30%

THC ≠ Qualität. Terpenprofil, Anbau und Zusammenspiel machen den Unterschied.

Mehr Prozente heißt nicht mehr Wirkung — weder beim Wein noch beim Cannabis.

Viele Patienten fragen als erstes nach dem THC-Gehalt. Je höher, desto besser — so die Annahme. Das ist ungefähr so, als würde man Wein nur nach dem Alkoholgehalt bewerten.

Ein 14-%-Wein ist nicht automatisch besser als einer mit 12 %. Was zählt, sind Terroir, Rebsorte, Jahrgang. Bei Cannabis ist es genauso: Das Zusammenspiel aller Inhaltsstoffe macht die Qualität — nicht ein einzelner Wert.

Wissenschaftler nennen das den Entourage-Effekt: THC, CBD, Terpene und Flavonoide wirken zusammen. Eine Sorte mit 18 % THC und einem starken Terpenprofil kann deutlich effektiver sein als eine mit 30 % THC, aber flachem Profil.

Kurz & Knapp

THC-Gehalt allein sagt wenig über Qualität oder Wirkung. Der Entourage-Effekt — das Zusammenspiel aller Inhaltsstoffe — ist entscheidend.

Kapitel 3

Terpene

Wer hier wirklich die Richtung vorgibt.

Terpene sind die aromatischen Verbindungen in Cannabis — und gleichzeitig die wichtigsten Wirkungslenker. Über 200 verschiedene Terpene wurden identifiziert. Diese drei solltest du kennen:

Limonen

Riecht nach Zitrus. Wird mit gehobener Stimmung und Stressreduktion in Verbindung gebracht. Findet sich auch in Zitronen und Orangen.

Myrcen

Erdige, moschusartige Note. Das häufigste Terpen in Cannabis. Wirkt potenziell beruhigend und muskelentspannend. Kommt auch in Mangos vor.

Linalool

Blumig, lavendelartig. Bekannt für beruhigende Eigenschaften. Wird in der Aromatherapie seit Jahrhunderten eingesetzt.

Kurz & Knapp

Terpene steuern die Wirkrichtung von Cannabis. Nicht ob, sondern wie es wirkt. Drei Terpene zu kennen reicht, um die meisten Sorten einzuordnen.

Kapitel 4

Bio-Matching

Warum dein Körper Cannabis versteht.

CB1

CB1-Rezeptor

Vor allem im Gehirn. Beeinflusst Stimmung, Schmerz und Appetit.

ECS

Endocannabinoid-System

Dein körpereigenes Regulationssystem — entdeckt 1992.

CB2

CB2-Rezeptor

Vor allem im Immunsystem. Moduliert Entzündungen und Immunantwort.

Dein Körper produziert eigene Cannabinoide — sogenannte Endocannabinoide. Das System, das sie nutzt, heißt Endocannabinoid-System (ECS) und wurde erst 1992 entdeckt.

Das ECS reguliert unter anderem Schmerzempfinden, Schlaf, Stimmung und Appetit. Es hat zwei Hauptrezeptoren: CB1 (vor allem im Gehirn) und CB2 (vor allem im Immunsystem).

Pflanzliche Cannabinoide wie THC und CBD docken an genau diese Rezeptoren an. Dein Körper hat also quasi eine eingebaute Schnittstelle für Cannabis — er versteht die Sprache.

Kurz & Knapp

Dein Körper hat ein eigenes Cannabinoid-System (ECS) mit passenden Rezeptoren. Pflanzliche Cannabinoide sprechen dieselbe Sprache — das ist kein Zufall.

Jetzt weißt du mehr als die meisten.

Finde die Darreichungsform, die zu deinem Wissen passt.

Wissen | CannaQuell